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Im Altmühltal gibt die Natur den Ton an. In den Städten im südlichen Franken gibt es zum Ausgleich Kultur satt und die bekannt gute fränkische Küche bietet viel Qualität zu noch immer moderaten Preisen.
Startpunkt einer Altmühl-Radtour ist meist Rothenburg ob der Tauber. Die wertvollste Perle unter Deutschlands Altstädten bietet mittelalterliches Ambiente wie aus dem Bilderbuch und gehört zu den wichtigsten Zielen Kulturreisender aus aller Welt. Nur anfangs bummelt die noch junge Altmühl durch sanfte Wiesen und liebliche Talauen über die Fränkische Seenplatte. Die Altstadt von Gunzenhausen mit ihrer Mischung aus fränkischem Fachwerk und prächtigen Barockbauten weiß zu begeistern. Verstärkt wird die kulturelle Wirkung der ersten Kilometer einer Altmühl-Radtour noch von prächtigen Schlössern in Spielberg oder der perfekten Ritterburg von Pappenheim, ehe die Natur Überhand gewinnt. Die Mischung macht es an der Altmühl.
Hinter Treuchtlingen ändert sich das Landschaftsbild aprupt. Tief hat sich der Fluss nun in die weichen Kalksteine des Frankischen Jura gefräst. Das Tal wird enger, wilde Felswände, Türme und Felsentore begeistern auf den folgenden Tagen nicht nur Naturfreude. 12 mächtige Dolomitfelsen reihen sich in einer weiten Flussschleife auf, tatsächlich wie „12 Apostel“. Nicht weit davon entfernt ist es der Solnhofer Plattenkalk, der die Fachwelt begeistert. Sein markantes Markenzeichen sind kleine eingeschlossene Fossilien. Die ziehen Hobbypaläonthologen fast magisch an, denn an der Altmühl finden sich reichlich Gelegenheiten, um die Radtour zu unterbrechen. Mit ein wenig Glück wird in den eigens eingerichteten Klopfstellen in den Steinbrüchen der Region jeder fündig. Weltberühmt wurden die zehn Archaeopteryxe, die man hier fand. Zwei können im Museum von Solnhofen und ein weiterer auf der Willibaldsburg über Eichstätt bestaunt werden.
Eichstädt gilt als die ideale Barockstadt. Kaum eine andere Stadt kann sich eines solch geschlossenen Stadtbilds rühmen wie die Universitätstadt an der Altmühl. Noch heute strahlen die prachtvollen Bauten den Glanz vergangener Jahrhunderte wieder. In steter Nähe zum windungsreichen Flusstal der Altmühl geht es von Eichstätt auf stets gut ausgebauten, familienfreundlichen Radwegen weiter der Donau entgegen. Mittelalterliche Stadtbilder in Beilngries und Riedenburg buhlen mit ihren engen Gassen und kühnen Burgen um die Gunst ihrer Besucher. Einer der unbestrittenen Höhepunkte ist Kloster Weltenburg an der Donau. In einer Windung der Donau, völlig abgeschieden, steht die berühmte Klosteranlage mit ihrem noch berühmteren Biergarten. Hier kommen Kultur und Natur, Bier und Barock in Einklang.
Wäre die Altmühl-Radtour eine Opernkomposition, dann wäre die Schifffahrt durch das wildromantische Donaudurchbruchstal zu den Befestigungen und Tortürmen von Kehlheim wohl der klanggewaltige Schlussakt der Inszenierung. Doch halt! – auch die UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt Regensburg steht noch auf dem Programm einer Altmühl-Radtour. Ein Gang durch die besterhaltene deutsche Großstadt gleicht einer Zeitreise durch alle Epochen – von der römischen Besatzungszeit quer durch das Mittelalter bis in die Gegenwart.
Sie sehen, es gibt viel zu entdecken bei einer Altmühl-Radtour. Wir freuen uns auf Sie!
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Simon Mink & Peter Schuck |



